Üblicherweise sind Spieleschmiede-Projekte Umsetzungen bereits existierender Titel, mitunter schon Jahre alt. Mit Dragon Dale startet Corax Games, eines der Spieleschmiede-Labels, nun eine ambitionierte Eigenentwicklung. Genauer gesagt die Förderung dazu; Dragon Dale selbst ist bereits Jahre in der Entwicklung und steckt im Endstadium. Als geplantes Auslieferungsdatum gibt Corax Games August 2024 an.
Thematisch haben wir es mit einem bunten Potpourri aus Drachen, Wikingern, Kelten, Druiden, Mystik,, Mittelalter und noch einigen anderen Zutaten zu tun. Mechanisch haben wir es mit klassischer Strategie und vielen Kämpfen zu tun; aber auch etliche andere, typische Euro-Mechanismen kommen zum Einsatz. Zum genauen Spielablauf hüllt sich die Spieleschmiede-Kampagne aber in mystischen Nebel. Vielleicht auch deshalb läuft sie bislang eher zäh, obwohl das Finanzierungsziel mit 10.000 Euro recht niedrig angesetzt ist.
Deutlich auskunftsfreudiger gibt sich Corax Games bei so manch anderem Aspekt. So kämpfen die einzelnen Stämme nicht nur gegeneinander, sondern auch im namensgebenden Drachental gegen dessen Bewohner. Stolz verkündet man im Kampagnentext, dass sowohl der Geisterdrachen als auch die eigenen Einheiten eine Art Eigenleben entwickeln sollen. Auch die Siegbedingungen sind schon klar definiert: Schmale vier Siegpunkte benötigt man zum Gewinn. Dazu gilt es, gegen den Drachen die Oberhand zu behalten und per Runenstein Gebiete zu kontrollieren. Dreh- und Angelpunkt sind aber die gigantischen Drachenbäume; nur über sie geht der Sieg; spannenderweise hat jeder Stamm etwas anderes mit ihnen vor. Die Wikinger etwa wollen sie für den Bootsbau fällen, die Druiden sie hingegen schützen, da es für sie heilige Bäume sind.

Das Material ist den Bildern nach opulent; der Preis erscheint mit 59 Euro dafür ziemlich angemessen. Als Spielzeit sind satte drei Stunden angegeben; bis zu vier Leutchen dürfen auf Drachenjagd gehen. Ein Solomodus ist hingegen nicht vorgesehen.
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